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Die ältesten, fassbaren Klausenumzüge sind für die Städte am Rhein – Köln, Mainz und Basel – nachgewiesen. In der Innerschweiz kennt man sie vereinzelt seit etwa 120 Jahren. Sie sind wahrscheinlich aus losen Umgängen von Klausengruppen herausgewachsen. Der damit verbundene Lärmbrauch mit Treicheln, Hörnern und Geisseln ist älteren, heidnischen Ursprungs. Vermutlich hat die christliche Heiligengestalt des Bischofs Nikolaus von Myra schon früh eine heidnische Gottheit der Winter-Sonnenwende überdeckt. Die Arther Klausengesellschaft ist jedoch erst 1930/31 auf Initiative der Theatergesellschaft entstanden. 1931 fand nachweisbar der erste Klausenumzug statt. Seine Gestalt jedoch hat sich in Laufe der Jahrzehnte stark verändert, vor allem nach dem zweiten Weltkrieg, als man nach einer alljährlichen Durchführung sich für einen zweijährigen Turnus entschloss.
Nach wie vor aber ist der Arther Klausenumzug ein fester Bestandteil der traditionellen vorweihnächtlichen Veranstaltungen. Zog St. Nikolaus in früheren Jahren als majestätische Gestalt eher ruhig durch das im Glanz der Räbenlichter märchenhaft verzauberte Dorf, so wirkt der Umzug heute etwas lebhafter. Dies betrifft besonders den musikalischen Rahmen. Aber auch der Aufmarsch von rund 150 Trychlern, Chlepfern und Hornbläsern sowie die zahlreichen Kindergruppen bedeuteten für den Arther Klausenumzug eine beachtliche Aufwertung. Im ständigen Wechsel beinhalten die Umzüge jeweils biblische Motive oder zeigen Ausschnitte aus der Märchenwelt, ein andermal sind es wieder Sujets rund um die Weihnachtsgeschichte, die von den rund 600 Mitwirkenden gezeigt werden.